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25.09.2017, 09:32 Uhr

Viele Herausforderungen am Arbeitsmarkt

CDU Landtagsabgeordneter Hagemeier besucht Agentur für Arbeit

Die Situation am Arbeitsmarkt, die Integration geflüchteter Menschen und der drohende Fachkräfteengpass, bei dem Besuch von Daniel Hagemeier in der Agentur für Arbeit kamen viele unterschiedliche Themen zur Sprache. Gemeinsam mit Joachim Fahnemann, Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, tauschte sich der Landtagsabgeordnete der CDU über die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt aus.

„Erfreulicherweise leben wir in einer Region, in der nur relativ wenige Menschen arbeitslos sind“, zeigt sich Hagemeier  im Gespräch mit Fahnemann zufrieden. Dennoch sieht der Abgeordnete noch Herausforderungen für die Zukunft. Dazu gehöre insbesondere die Integration geflüchteter Menschen in eine Beschäftigung.


„Diese Aufgabe sind wir im Kreis Warendorf bereits sehr früh angegangen“, berichtete ihm Agenturleiter Fahnemann. „Wir sind bereits in den Integration Points vor Ort, um den Kontakt zu den geflüchteten Menschen aufzunehmen. Unser Ziel ist es, mit unseren kommunalen Partnern so schnell wie möglich die Weichen für eine Arbeitsaufnahme zu stellen“, verdeutlicht er.

„Unsere Arbeit geht hier weit über die bloße Vermittlung in eine Beschäftigung hinaus. Sprachkurse sowie die Prüfung von Schulabschlüssen und Vorkenntnissen stehen in der Regel an erster Stelle. Danach folgt die Frage, in welchem Beruf jemand tätig sein kann und möchte. Dabei spielen sowohl die Nachfrage am hiesigen Arbeitsmarkt als auch die individuelle Situation der Geflüchteten eine wichtige Rolle“, betont Fahnemann.

Für Hagemeier zeigt sich daran, dass die Aufgabe komplex und auch langwierig ist: „Der Politik ist bewusst, dass die Integration der geflüchteten Menschen nicht über Nacht erfolgen kann. Wir brauchen Geduld.“ Für ihn ist im Gespräch aber deutlich geworden, dass bereits viel unternommen wird, um dieses Ziel zu erreichen: „Wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Eine weitere Herausforderung ist laut Fahnemann der drohende Fachkräfteengpass: „Schon jetzt ist es in einigen Berufen schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden. Offene Stellen können vereinzelt bereits nicht mehr zeitnah besetzt werden.“ Auch Hagemeier sieht dies als  Herausforderung für den Arbeitsmarkt an: „Es gibt zwar weniger Arbeitslose als in anderen Regionen, dennoch sind noch einige Menschen ohne Beschäftigung. Wenn auf der anderen Seite Arbeitsplätze unbesetzt bleiben, weil entsprechend ausgebildete oder qualifizierte Fachkräfte fehlen, dann müssen wir versuchen hier einen Ausgleich zu schaffen.“

Seitens der Agentur für Arbeit wird daher intensiv auf Weiterbildung und Qualifizierung gesetzt, wie Fahnemann berichtet: „Mit besonderen Initiativen versuchen wir ungelernten Arbeitslosen die Möglichkeit zu bieten, sich in Richtung eines Berufsabschlusses weiter zu bilden. Dadurch können sie zu gesuchten Fachkräften am Arbeitsmarkt werden. Gleichzeitig bieten wir aber auch finanzielle Unterstützungen für Qualifizierungen von Beschäftigten in kleinen und mittelständischen Unternehmen an. So können Arbeitgeber die freien Stellen vielleicht sogar mit den eigenen, dann weitergebildeten Mitarbeitern besetzen.“

Sowohl Fahnemann als auch Hagemeier waren sich einig, dass trotz niedriger Arbeitslosigkeit viel am Arbeitsmarkt bewegt werden muss. Daher haben beide vereinbart, sich auch in Zukunft regelmäßig darüber auszutauschen.