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10.09.2019, 09:58 Uhr

Klausurtagung des Arbeitskreises Arbeit, Gesundheit und Soziales der CDU-Landtagsfraktion

Auf der Klausurtagung des Arbeitskreises Arbeit, Gesundheit und Soziales der CDU-Landtagsfraktion waren neben dem Haushalt 2020 auch die Krankenhausplanung und ärztliche Versorgung in Nordrhein-Westfalen die bestimmenden Themen. Dazu hatte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann ein Gutachten zur Untersuchung der Krankenhausstruktur in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse im Laufe dieser Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

Informationen aus erster Hand hat der örtliche Abgeordnete Daniel Hagemeier, der an der Klausurtagung in Attendorn teilgenommen hat. „Bei dem Gutachten geht es um die aktuelle Ist-Situation in der Krankenhauslandschaft Nordrhein-Westfalens – es bildet also die Grundlage für die zukünftige Krankenhausplanung.“


Hagemeier stellt fest, dass alle Regionen unseres Bundeslandes eine gute medizinische Versorgungsstruktur benötigen. Seine Forderung an die Planer: „Die Krankenhäuser müssen gerade in ländlichen Regionen so zu erreichen sein, dass die maximale Anfahrtszeit von 30 Minuten nicht überschritten wird.“ Dem Politiker, von Hause aus AOK-Betriebswirt, liegt besonders am Herzen, dass die Akutversorgung sichergestellt ist.

Parallel geht es bei der Krankenhausplanung um die immer wieder zitierte Spezialisierung und hohe medizinische Leistungsfähigkeit. „Krankenhäuser sind gerade für die ländlichen Regionen wichtige Eckpfeiler der medizinischen Versorgung; gleichwohl müssen sogenannte Doppelstrukturen künftig nach Möglichkeit vermieden werden“, so Hagemeier.

 Wichtige Weichen wurden von der NRW-Koalition bereits im ersten Quartal dieses Jahres gestellt mit der Verabschiedung des Landarztgesetzes. Als erstes Bundesland überhaupt werden ab dem am 1. Oktober beginnenden Wintersemester 7,6 Prozent der Studienplätze an Humanmediziner vergeben, die sich verpflichten, nach ihrer Ausbildung mindestens für zehn Jahre eine hausärztliche Tätigkeit in einer unterversorgten Region Nordrhein-Westfalens auszuüben. Im Kreis Warendorf ist die Lage der hausärztlichen Versorgung bereits heute z.B. in Oelde und Telgte angespannt. In dem Bewerbungsverfahren für diese Plätze wird die Abiturnote mit 30 Prozent gewertet, der Test für Medizinische Studiengänge ebenfalls mit 30 Prozent und eine Ausbildung bzw. praktische Tätigkeiten mit 40 Prozent – so ist auch ohne Spitzenabitur ein Zugang zum Medizinstudium möglich.