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28.03.2018, 10:02 Uhr

Zahlreiche Hausaufgaben für die Landesregierung im Sozialsektor

Daniel Hagemeier und Henning Rehbaum zu Besuch beim Paritätischen in Warendorf.

Um sich über die Arbeit zu informieren und Hinweise für die Arbeit in Düsseldorf mitzunehmen, besuchten die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier und Henning Rehbaum den Dienstsitz des Paritätischen Kreis Warendorf an der Waterstroate. Von der Kindertagesstätte bis zu Pflegeeinrichtungen sind über 40 rechtlich eigenständige soziale Organisationen mit über 100 Einrichtungen im Kreis Warendorf unter dem Dach des Verbandes organisiert. Im Gespräch mit Kreisgruppengeschäftsführerin Lena Bringenberg und Diplom-Sozialpädagogin Christiane Vollmer von der Selbsthilfe-Kontaktstelle war die Bandbreite an Themen groß.

Foto: Henning Rehbaum, Lena Bringenberg (Kreisgruppengeschäftsführerin), Christiane Vollmer (Selbsthilfe-Kontaktstelle), Daniel Hagemeier (v.l.)
 „Selbsthilfe macht einfach Sinn“ konnte Christiane Vollmer aus ihrer Arbeit berichten. „Der Austausch von Erfahrungen und die Möglichkeit, sich selbst und untereinander weiterzuentwickeln, ist für von Krankheit oder schwierigen Lebenssituationen Betroffene hilfreich. So kann Selbsthilfe zum Beispiel bei pflegenden Angehörigen zur Entlastung und Erleichterung beitragen, die in ihrem Alltag enormen Belastungen ausgesetzt sind.“ Aber die Bürokratie erschwere Ehren- und Hauptamtlichen die Arbeit. Unnötige einschränkende Vorgaben sollten abgebaut und verschiedene Fördertöpfe, die einzeln beantragt werden müssen, zusammengelegt werden. Dieser Wunsch traf bei den Abgeordneten des Landtags auf offene Ohren. „Zentrales Ziel der Entfesselungspakete der CDU-FDP-Koalition ist gerade der Bürokratieabbau in NRW“, so Henning Rehbaum.
Daniel Hagemeier sicherte auch eine umfangreiche Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) zu. „Die Untätigkeit der Vorgängerregierung hat zu einem Finanzierungsdefizit geführt. Wir haben direkt nach der Wahl ein Soforthilfe-Programm gestartet, aber nötig ist eine umfassende Neuregelung.“ Man habe sich das Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen nachhaltig zu verbessern. Da diese Verbesserung aber Zeit benötige, würden bis zur Gültigkeit eines neuen Gesetzes die Einrichtungen weiterhin unbürokratisch unterstützt.
Thema des Gesprächs war auch der zunehmende Fachkräftemangel in den sozialen Berufen. „Wir hoffen bei der Gewinnung von Fachpersonal auf die Unterstützung der Politik“, so Lena Bringenberg. Insbesondere wünsche man sich neben qualifizierten Bewerberinnen mehr männliche Erzieher und Grundschullehrer. „Die Entscheidung für einen sozialen Beruf ist oft eine Herzensentscheidung“ so Daniel Hagemeier.
Am Herzen lag den Gesprächsteilnehmern auch die langfristige Absicherung der Schulsozialarbeit. Henning Rehbaum hatte eine gute Nachricht dazu: „Die neue Landesregierung stellt die bisherigen finanziellen Mittel für die Schulsozialarbeit bis 2022 bereit. Das gibt den Schülern und den Sozialarbeitern Sicherheit.“
Auch der Umsetzungsprozess des Bundesteilhabegesetzes in NRW, die Würdigung der Arbeit von Betreuungsvereinen, Integrationshilfe und der Offene Ganztag kamen zur Sprache. Zum Abschluss zeigte sich Daniel Hagemeier überzeugt, dass angesprochene Probleme von der Landesregierung bewältigt würden: „Wir haben eine lange Hausaufgabenliste, die es abzuarbeiten gilt.“