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05.04.2019, 14:21 Uhr

Verbesserung der Situation in Kitas dringend nötig

Daniel Hagemeier MdL und Raphael Tigges MdL diskutieren mit Erzieherinnen über die KiBiz-Reform

Oelde. Auf Einladung der Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung der Pfarrei St. Johannes Oelde, Barbara Goy Tigges, kamen die acht katholischen Kindergartenleitungen aus dem Stadtgebiet Oelde, sowie drei Mitglieder der Mitarbeitervertretung zusammen, um sich vom heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier und seinem Kollegen Raphael Tigges, der als Mitglied im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend für den Bereich Kita zuständig ist, über die aktuellen Planungen der Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) informieren zu lassen und die Ansichten aus der Praxis in den Gesetzesprozess einbringen zu können. Barbara Goy-Tigges wies deutlich auf die Schwierigkeiten in den Kindergärten hin: „Häufig ist einfach das Personal nicht da.

Daniel Hagemeier MdL und Raphael Tigges MdL trafen sich mit Leitungskräften der katholischen Kitas in Oelde und drei Mitgliedern der MAV St. Johannes zum Gespräch über die Reform des KiBiz
Die aktuelle Gesetzgebung sorgt unter anderem für fehlende Planungssicherheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und führt daher zu zahlreichen Problemen in den Einrichtungen.“ Problematisch sei, dass die Anzahl der Wochenstunden je nach Buchungsverhalten der Eltern schwanken können. Aus der Runde der Leiterinnen wurden insbesondere auch Regelungen kritisiert, die dazu führen, dass der Einsatz von Praktikanten und Auszubildenden zu einer Stundenreduzierung beim Bestandspersonal führen kann. Die überbordende Bürokratie und unzureichende Vor- und Nachbereitungszeiten führten ebenfalls zu Beanstandungen. „Das Kita-Rettungspaket direkt nach der Landtagswahl hat die erste Not gelindert, aber das reicht noch nicht aus“, betonte Raphael Tigges. Man müsse im Dialog mit den Beteiligten eine sinnvolle Reform entwickeln. Daher baten die Landtagsabgeordneten um weitere Begleitung im Prozess der Gesetzgebung. Dies wurde auch von den Erzieherinnen begrüßt. „Wir möchten mit der KiBiz-Reform eine spürbare Verbesserung in den Einrichtungen erreichen“, betonte Daniel Hagemeier. Mit insgesamt 6,8 Milliarden Euro werde massiv in die Qualität der Kinderbetreuung investiert. Eine Dynamisierungsklausel werde verhindern, dass die massive Unterfinanzierung in den vergangenen Jahren sich wiederholen könne, ergänzte Raphael Tigges. „Zusätzlich wird das Land den weiteren Ausbau von Kita-Plätzen garantieren“, hob Tigges hervor. Jeder Platz, der benötigt wird, werde auch finanziert. „Uns ist bei der gesamten Reform auch wichtig, dass den Erzieherinnen und Erziehern die angemessene Wertschätzung für ihren wichtigen Beruf auch von Seiten des Landes vermittelt wird“, erklärte Daniel Hagemeier.