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08.05.2019, 09:21 Uhr

Leuchttürme im Münsterland

Münsterland-Abgeordnete zeigen einander „ihre“ Wahlkreise

Zwei Jahre hat es gedauert, bis sie alle einen gemeinsamen Termin für ihre Rundreise gefunden hatten. Denn schon nach der letzten Landtagswahl haben sich die CDU-Abgeordneten aus dem Münsterland versprochen, einander durch ihre Wahlkreise zu führen und ausgesuchte „Leuchttürme“ zu zeigen. Die Abgeordneten aus dem Kreis Warendorf, Henning Rehbaum, zugleich Sprecher der CDU-Münsterlandabgeordneten, und Daniel Hagemeier entschieden sich für die DEULA Westfalen-Lippe.
„Die DEULA in Warendorf repräsentiert einen Querschnitt vieler wichtiger Wirtschaftszweige, für die das Münsterland steht“, erklärt Daniel Hagemeier diese Entscheidung.

„Agrartechnik und Landwirtschaft, Kraftverkehr und Logistik, Gartenbau und Kommunaltechnik – alles ist miteinander verzahnt. Und das von der Ausbildung, diversen Weiterbildungslehrgängen bis zur Expertenausbildung. Insofern ist die DEULA für uns ein guter Ort, um ganz verschiedene Themen aus dem Kreis Warendorf gleichzeitig vorstellen zu können.“ Der Einladung der Kreis-Abgeordneten waren Andrea Stullich, Rheine, Heike Wermer, Borken, Wilhelm Korth, Coesfeld, Dietmar Panske, Coesfeld, und Christina Schulze Föcking aus Steinfurt gefolgt. Aus der Landesregierung war ein Überraschungsgast nach Warendorf gekommen: Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann hatte diesmal Hendrik Wüst den Vortritt gelassen, wohl in dem Wissen, dass das Bildungszentrum in Warendorf durchaus auch für dessen Ressort interessante Arbeit leistet: So zeigte sich der NRW-Verkehrsminister sehr interessiert an der Ausbildung der Straßenwärter und der kommunalen Mitarbeiter, die die Straßen-Infrastruktur in seinem Wirkungsgebiet instand halten.
Der Geschäftsführer der DEULA, Björn Plaas, nutzte denn auch die Gelegenheit, die vielfältigen Kompetenzen seines Bildungszentrums vorzustellen. In seiner Präsentation wies er darauf hin, dass die DEULA permanent in die Qualität der Ausbildung investiert, sowohl was die Ausbildung der Ausbilder angeht, als auch die Infrastruktur. Gerade bei Themen wie Precision Farming, Digitalisierung im GaLaBau und beim Unterricht an modernster Landtechnik müsse seine Einrichtung nicht nur mit der Entwicklung am Markt mitgehen – sie müsse diese Entwicklung sogar vorwegnehmen. Hier sei auch die traditionell intensive Zusammenarbeit der DEULA mit der Industrie von großem Vorteil für alle Beteiligten. So war denn die Führung durch das Fachzentrum der Land- und Baumaschinentechnik durch den stellvertretenden Schulleiter Rudolf Horstmann und Fachbereichsleiter Richard Poppenborg der Höhepunkt der Führung über das weitläufige Gelände. Die Einblicke in die technische Ausstattung der Berufsausbildung für Land- und Baumaschinenmechatroniker ließ die Besucher ihren engen Terminplan vergessen.
Auch das Thema Nachwuchsausbildung für die Logistik-Branche war für die Besucher aus Düsseldorf interessant, waren sie doch zuvor bei Schmitz Cargobull zu Gast gewesen, einem der größten Hersteller für LKW-Sattelauflieger. Dort klagte man über fehlende Berufskraftfahrer – in der DEULA werden Berufskraftfahrer ausgebildet. Auch in der Logistik, einem der Haupt-Wirtschafts-Cluster des Münsterlandes, fehlen qualifizierte Mitarbeiter – auch die werden in der DEULA qualifiziert. Dass man sich hier im Rahmen des Chancen-Teilhabegesetzes insbesondere Potenzial unter den Langzeit-Arbeitslosen erhofft und entsprechende Angebote macht, war für die Besucher aus Düsseldorf ebenfalls interessant. Auch die Ausbildung von Geflüchteten in den Bereichen Logistik und GaLaBau gehe in diese Richtung, hieß es von Henning Rehbaum, Sprecher der CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Münsterland: „Qualifizierung und Kompetenzförderung werden hier ganz strikt nach der aktuellen beruflichen Praxis ausgerichtet. Die DEULA arbeitet damit passgenau auf den Fachkräftebedarf der Wirtschaft hin. Das macht sie zu wichtigen Faktor für die Leistungsfähigkeit des Mittelstands im Münsterland.“