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15.10.2020, 10:54 Uhr

Landtagsabgeordneter besucht Wache

Daniel Hagemeier zollt Polizeiarbeit Respekt

Corona hat einige Zeitpläne durcheinander gebracht. Seit April ist Karl Muckermann Leiter der Oelder Polizeiwache, jetzt bekam er Besuch von Daniel Hagemeier. Der Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Oelder Bürgermeister nutzte das Treffen für ein gegenseitiges Kennenlernen. Dabei äußerte er auch deutlich seinen Respekt vor der Arbeit der Polizei. „Ich ziehe meinen Hut davor, was Sie und Ihre Kollegen täglich leisten“, sagte er. Wichtig war es Hagemeier zu hören, wie die von der Koalition im NRW-Landtag initiierten Verbesserungen für die Polizeiarbeit ankommen. Sei es die Aufstockung des Personals bei der Polizei betreffend oder die Ausstattung. Die Rückkopplung mit der Polizei spiele dabei immer eine große Rolle, betonte Hagemeier.

Zu einem Kennenlern- und Informationsgespräch haben sich der Leiter der Oelder Polizeiwache, Karl Muckermann, und der Landtagsabgeordnete und Stellvertretende Oelder Bürgermeister Daniel Hagemeier (v. l.) getroffen.
„Die Verbesserungen sind angekommen“, berichtete Polizeihauptkommissar Karl Muckermann. So könnten die Beamten jetzt ihre Einsatzmittel in den neuen, geräumigeren Wagen im Kofferraum unterbringen, was vorher nicht möglich gewesen sei. Früher habe man die Rückbank erst freiräumen müssen, um eine Person dort zu transportieren. Auch die Tragehüllen für die Schutzwesten seien eine große Hilfe.
Das Sicherheitsgefühl der Menschen vor Ort sei gut, merkte der Wachleiter an. Es gebe natürlich Kriminalität, aber nicht in dem Maße wie in großen Städten. „Wir haben hier keine auffälligen Kriminalitätsschwerpunkte“, erläuterte er. Seine Leute leisteten sehr gute Arbeit, was eine hohe Aufklärungsquote zeige. Dies werde trotz geringer Personaldecke erreicht. Im September hätte die Oelder Wache zwar gut ausgebildetes junges Personal bekommen, doch  durch Pensionierungen rücken immer wieder Kräfte in andere Funktionen, so dass sich die Personalstärke im Laufe eine Jahres wieder verringere.
Das Thema der rechtsextremen Chatgruppen innerhalb der Polizei sprach der Landtagsabgeordnete auch an, um sich zu erkundigen, wie der Oelder Wachleiter die Diskussion erlebe. „Wir sind alle sensibilisiert“, betonte Muckermann. "Für ein solches Verhalten fehlen mir die Worte und rechtsextreme Personen haben in der Polizei nichts zu suchen. Für uns als Führungskräfte bedeutet das aufgrund unserer besonderen Verantwortung genauer hinzusehen."  Innenminister Reul habe dazu eindeutige Vorgaben gemacht, und auch Landrat Dr. Gericke habe zu Verstehen gegeben, dass er hinter der Polizei stehe, aber gegebenenfalls konsequent handeln werde. Einig war er sich mit Daniel Hagemeier, dass Mitarbeiter motiviert werden müssten, sich bei derartigen Vorfällen dem Wachleiter mitzuteilen. Wichtig war es Hagemeier zu unterstreichen, dass die Polizei dabei nicht über einen Kamm geschoren werden dürfe.
Das erste Treffen von Karl Muckermann und Daniel Hagemeier in der Polizeiwache soll nicht das letzte bleiben. Nach einem angeregten Gespräch plant Hagemeier, die Arbeit der Beamten aus erster Hand mitzuerleben und eine Nacht lang als Praktikant in einem Einsatzwagen mitzufahren.