Ausstellung HOLO-VOICES
Hologramme der Erinnerung: NRW eröffnet digitalen Lernort gegen das Vergessen
In Essen wurde auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zollverein ein europaweit einzigartiger Erinnerungs- und Lernort eröffnet. Mit dem Projekt „HOLO-VOICES“ ermöglicht Nordrhein-Westfalen, Holocaust-Überlebenden auch künftig eine Stimme zu geben – in Form fotorealistischer, dreidimensionaler Hologramme. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz können Besucher den Hologrammen persönliche Fragen stellen. Die Antworten stammen direkt aus zuvor geführten Interviews und bleiben unverändert. Entwickelt wurde das Projekt vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft und der TU Dortmund, unterstützt von mehreren Stiftungen. Mit dabei sind unter anderem Aufzeichnungen von Eva Weyl, einer Holocaust-Überlebenden, die das Lager Westerbork überlebt hat.
„HOLO-VOICES“ ist mehr als nur ein digitales Archiv – es ist ein Ort lebendiger Begegnung mit Zeitzeugen und ein starkes Signal gegen das Vergessen. Begleitend werden Ausstellungen zu Exilbiografien, Zwangsarbeit im Bergbau sowie pädagogische Angebote für junge Menschen realisiert. Das Projekt wurde technisch auf höchstem Niveau umgesetzt, mit eigens produzierten Interviews und KI-basierter Interaktionslogik, ohne generative Inhalte. Der neue Erinnerungsort wird als dauerhafte Einrichtung ein wichtiger Baustein der nordrhein-westfälischen Erinnerungskultur.
Daniel Hagemeier MdL erklärt dazu:„HOLO-VOICES zeigt, wie Zukunft und Verantwortung zusammengehen: Mit modernster Technik schaffen wir bleibende Erinnerung. Es ist beeindruckend, wie hier neue Wege gefunden wurden, um Geschichte lebendig und zugänglich zu halten – gerade für junge Menschen. Dieser Ort in Essen ist ein starkes Zeichen für unsere Demokratie, für Menschlichkeit und gegen das Vergessen.“