Nach dem Klinik-Aus: Daniel Hagemeier MdL beruft Expertenrunde ein
Die angekündigte Einstellung des stationären Betriebs am Marienhospital Oelde zum Jahresende ist für die Stadt Oelde und die gesamte Region ein erheblicher Einschnitt. „Wir brauchen dringend neue Perspektiven für den Gesundheitsstandort Oelde!“, betont der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Daniel Hagemeier. In Abstimmung mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Staatssekretär Matthias Heidmeier hat der Politiker deshalb in der kommenden Woche Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung und Gesundheitswesen zu einem fachlichen Austausch eingeladen.
Daniel Hagemeier (l.) steht in Hinblick auf die Zukunft des Gesundheitsstandortes Oelde in engem Austausch mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Eine Expertenrunde soll neue Perspektiven eröffnen.Tragfähige Perspektiven schaffen
„Die Einstellung des stationären Betriebs am Marienhospital Oelde zum Jahresende ist eine einschneidende Nachricht für unsere Stadt und die gesamte Region. Das gilt insbesondere für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich teilweise seit vielen Jahren für die Versorgung der Menschen vor Ort einsetzen. Umso wichtiger ist es jetzt, den Blick auf tragfähige Perspektiven für die Beschäftigten und die medizinische Versorgung zu schaffen“, erklärt Daniel Hagemeier.
Frühzeitig Kontakt zur Klinikleitung gesucht
Bereits vor Bekanntgabe der Entscheidung hatte Daniel Hagemeier angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Marienhospitals den persönlichen Kontakt zur Geschäftsführung gesucht und seine Unterstützung angeboten. „Die Entscheidung über die Einstellung des stationären Betriebs ist getroffen. Jetzt müssen wir gemeinsam daran arbeiten, was daraus für die Zukunft folgt. Entscheidend ist, welche medizinischen Angebote am Standort erhalten und weiterentwickelt werden können und welche zusätzlichen Perspektiven sich für die Mitarbeitenden eröffnen“, betont Hagemeier.
Im Austausch mit den Verantwortlichen
Vor diesem Hintergrund hat Daniel Hagemeier nun erneut die Initiative ergriffen und die Situation mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und Staatssekretär Matthias Heidmeier erörtert. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche tragfähigen Strukturen künftig zu einer verlässlichen und gut erreichbaren medizinischen Versorgung in Oelde und der Region beitragen können. „Das geht nur in gemeinsamer Abstimmung“, ist sich Hagemeier sicher. Deshalb hat der Landtagsabgeordnete in der kommenden Woche Vertreterinnen und Vertreter aus allen maßgeblichen Bereichen zu einem internen Austausch am Runden Tisch eingeladen.
Gemeinsam mit Betroffenen nächste Schritte planen
Auch die von der Stadt Oelde angekündigte öffentliche Informationsveranstaltung am 24. September um 18 Uhr in der Axtbach-Arena begrüßt Hagemeier. Dort sollen nach Angaben der Stadt gemeinsam mit Verantwortlichen der KHO die Zukunft des Standortes, die Situation der Beschäftigten und mögliche alternative Versorgungsangebote thematisiert werden. „Es ist richtig, die Menschen vor Ort umfassend zu informieren und gemeinsam über die nächsten Schritte zu sprechen. Die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Beschäftigten haben ein berechtigtes Interesse daran zu erfahren, wie es mit dem Gesundheitsstandort weitergeht“, so Hagemeier.
Hagemeier will Prozess weiter unterstützen
Der CDU-Landtagsabgeordnete kündigt an, den weiteren Prozess zu unterstützen und hierzu auch weiterhin den Austausch mit dem Gesundheitsministerium, den Verantwortlichen vor Ort und weiteren Beteiligten zu suchen. „Oelde braucht eine leistungsfähige medizinische Versorgung. Dafür werde ich mich als Wahlkreisabgeordneter und Gesundheitspolitiker mit Nachdruck einsetzen. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln und den Gesundheitsstandort Oelde zukunftsfest aufzustellen“, erklärt Daniel Hagemeier abschließend.
ZUM THEMA
Nach Angaben der Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) haben mehrere Faktoren zu der Entscheidung beigetragen. Dazu zählen unter anderem seit Jahren rückläufige Fallzahlen und Umsätze, erheblicher Investitionsbedarf sowie veränderte Rahmenbedingungen infolge der Krankenhausplanung und bundesgesetzlicher Vorgaben. Zugleich hat die KHO angekündigt, den Standort medizinisch weiterentwickeln und insbesondere ambulante Versorgungsangebote erhalten beziehungsweise ausbauen zu wollen.